COACHING AM TELEFON?

Coaching am Telefon, ist das empfehlenswert? Wie steht es um die Wirksamkeit?

Wenn man sich auf die Suche nach Erhebungen zu diesem Thema macht, dann stößt man auf eine wissenschaftliche Arbeit von Moira McLaughlin[1]. In ihrer Studie analysiert sie Erfahrungen von Coachs und Klienten mit  „Telefoncoaching“.

Das Ergebnis der Arbeit ist:

Per se ist kein Medium vorzuziehen.

Persönliche Präferenzen, örtliche Gegebenheiten und Lernstile können Ausschlag für die eine oder andere Weise geben. Umfragen ergeben keine Unterschiede hinsichtlich der Zufriedenheit und Erfolgserlebnisse der Klienten.

Es ist jedoch sinnvoll ein Medium vorzuziehen, falls der Klient einen Lernstil hat, der sich besonders gut für Telefon- oder persönliches Coaching eignet. Wenn der Klient visuelles Lernen bevorzugt, könnte persönliches Coaching möglicherweise eine größere Wirkung entfalten. Die Studie zeigt, dass am Telefon die Kraft der auditiven Verbindung verstärkt wird. Teilnehmer nannten mehr Fokus und höhere Geschwindigkeit. Darüber hinaus bietet Telefon-Coaching die Möglichkeit, dass der Klient unmittelbar sein bevorzugtes Arbeitsumfeld wählt und allein diese persönlich gewählte Umgebung die Kraft des Coaching verstärken kann.

Welche räumliche Coaching-Umgebung fördert Ihre Produktivität?

Es gibt  Klienten, für die ist es hilfreich ihre gewohnte Umgebung zu verlassen, um sich auf die Coaching-Situation besser einlassen zu können. Beispielsweise: Wenn Coaching während der Arbeitszeit stattfindet: Kann der Klient den nötigen Abstand zu seiner Arbeit wahren oder wäre es vorteilhaft den Arbeitsplatz zu verlassen und sich an einen neutralen Ort zu treffen? Letztendlich weist McLaughlin darauf hin, dass die Entscheidung ob persönlich oder telefonisch aus dem Kontext der Coaching-Beziehung heraus entschieden werden muss. Das für das Coaching gewählte Medium ist wichtiger Bestandteil der Coach Klienten Passung.

Ausprobieren und für sich rausfinden.

Ausprobieren, das ist das Beste was Sie tun können. Probieren Sie Telefon-Coaching aus und wenn Sie Zweifel haben, sprechen Sie mit Ihrem Coach darüber.

Mit Bildübertragung sprechen – oder nur über die Stimme kommunizieren?

Auch hierzu gibt es per se kein besser oder schlechter.

Ich persönlich bevorzuge das Telefonieren ohne Bildübertragung. Ich arbeite mit der Kraft des auditiven. Oftmals lenken wacklige Bildübertragungen ab. Und ich schätze es, meinem Gesprächspartner den eigens gewählten Ort  geschützt und für sich alleine zu überlassen.

Doch auch gilt: Ausprobieren.

 


[1] McLaughlin, M. (2013). Less is More: The Executive Coach’s Experience of Working on the Telephone. International Journal of Evidence Based Coaching a. Mentoring, Special Issue No. 7, pp. 1-13.

 

"ICH ARBEITE MIT EINEM COACH, UND DAS IST GUT SO."

Ich arbeite mit einem Coach, und das ist gut so.

Gestern kam mir dieser Satz in den Sinn.

Denn: Bei meiner Arbeit als Coach fällt mir immer wieder auf, dass es für viele Klienten gar nicht offensichtlich ist, ihre Zusammenarbeit mit einem Coach unter Kollegen oder Freunden zu erwähnen. Als ob es beim Coaching um die Behebung von Defiziten ginge. Doch bei Coaching geht es nicht um die Behebung von Defiziten. Sondern um zielgerichteten Umgang mit privaten und beruflichen Umbruchsituationen und Fragestellungen. Coaching bewegt und stärkt. Mit einem Coach nimmt man einen „strategischen Mit-Denkpartner“ an Bord.

Die Zusammenarbeit mit einem Coach darf mit gutem Grund selbstbewusst erwähnt werden.

Und wenn der Tag kommt und Sie mit einem Coach loslegen, dann nicht vergessen:

Sie arbeiten mit einem Coach, und das ist gut so.